Lebensmittel aus Hanf – Superfood oder bedenklich?
Hanfhaltige Lebensmittel fristeten lange Zeit ein Nischendasein, in den letzten Jahren wurden sie jedoch immer populärer. Mittlerweile sind in den Supermarktregalen, Drogerien, Bio-Läden und sogar Getränkemärkten angekommen.
Doch können sie von jedem unbedenklich konsumiert werden? Und was ist das Besondere an Lebensmitteln aus Hanf? In diesem Artikel findest du die wichtigsten Informationen rund um das oft unterschätzte Superfood.
Rauschzustände durch Lebensmittel aus Hanf?
Für die Lebensmittelproduktion wird Nutzhanf verwendet, der lediglich einen sehr geringen THC-Gehalt aufweist. Dieses Tetrahydrocannabinol ist der Stoff, der für die berauschende Wirkung, für die Hanf so bekannt ist, verantwortlich ist.
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Die Hanfsorten, die in Europa angebaut werden dürfen, sind also gar nicht zur Herstellung von Marihuana oder Haschisch geeignet. Außerdem wurden Richtwerte vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) festgelegt.
Lebensmittel aus Hanf, die in Deutschland vertrieben werden, sollen diese THC-Grenzwerte nicht überschreiten.
Es gibt demnach keinen Grund zur Besorgnis, von hanfhaltigen Lebensmitteln high zu werden. Insbesondere dann nicht, wenn sie in üblichen Mengen konsumiert werden. Dennoch sollte bedacht werden, dass Vielverzehrer, Kinder und Schwangere gesundheitliche Beeinträchtigungen erfahren können, falls die Richtwerte bei einem Produkt überschritten wurden.
Wirksamkeit von hanfhaltigen Lebensmitteln
Auch wenn Lebensmittel aus Hanf nicht berauschend wirken, so können sie dennoch pharmakologische Effekte haben. In diesem Zusammenhang ist insbesondere, der in Hanf enthaltene, Wirkstoff Cannabidiol, kurz CBD, interessant.
Er soll bei vielfältigen Beschwerden lindernd wirken. Laut verschiedenen Anbietern wirkt CBD unter anderem entzündungshemmend, schmerzlindernd, antibakteriell, immunsystemfördernd und blutdrucksenkend. Es kann bei Übelkeit, innerer Unruhe, Schuppenflechte, Epilepsie, Arthritis und vielen weiteren Erkrankungen von Körper und Seele eingesetzt werden.
CBD-haltige Produkte werden in der Regel als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und sind frei verkäuflich. Oftmals handelt es sich um Tropfen, Kapseln oder Tees mit unterschiedlichen Dosierungen, die für die Einnahme gedacht sind.
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Außerdem werden Kosmetika für die äußere Anwendung angeboten. Produkte mit höheren Dosierungen sind meist nur im Fachhandel erhältlich. Niedrig-dosierte Kaugummis und Bonbons gibt es auch in vielen Drogerien.
Hanfsamen
Hanfsamen sind eine ausgezeichnete Proteinquelle und verfügen über eine hohe Konzentration an Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren, Mineral- und Ballaststoffen. Sie sind sehr gesund und schmecken in Salat, Smoothie oder Müsli, aber auch als Snack zwischendurch.
Hanfsamen können außerdem die Darmfunktion unterstützen. Geschmacklich ähneln sie den Nüssen, zu denen Hanfsamen aus botanischer Sicht übrigens auch gehören. Man kann Hanfsamen des Weiteren mahlen und zum Backen verwenden. In einigen Geschäften sind bereits gemahlene Hanfsamen als Hanfmehl erhältlich.
Hanföl
Hanföl wird ebenfalls aus Hanfsamen gewonnen und weist wie die Samen selbst einen nussigen Geschmack auf. Es zeichnet sich durch besonders viele ungesättigte Fettsäuren aus, auf deren Zufuhr der menschliche Körper angewiesen ist.
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Außerdem beinhaltet Hanföl verschiedene Vitamine, Proteine und Mineralien. Zum Braten ist das gesunde Hanföl nicht geeignet, da die Hitze die ungesättigten Fettsäuren zersetzt. Stattdessen kann es hervorragend für das Verfeinern von Salaten, Smoothies und Kaltspeisen verwendet werden.
Mit Hanf verfeinerte Produkte
Da Hanf so im Trend liegt, bieten immer mehr Lebensmittel-Hersteller mit Hanf verfeinerte Produkte an. Erhältlich sind mittlerweile Limonaden, Biere, Kekse, Lollis, Müsliriegel, Brote, Aufstriche, Käse und sogar Grillwürste mit Hanfzusatz.
Der Kreativität sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Oftmals handelt es sich dabei aber eher um einen Marketing-Gag und der Hanf kann in diesen Produkten kaum seine gesunde Wirkung entfalten. Es lohnt sich also, jedes, als hanfhaltiges Lebensmittel beworbenes Produkt, auf seine Inhaltsstoffe zu untersuchen.