Fleischauswahl beim Grillen – worauf ist zu achten?
Ein gutes Stück Fleisch gehört zum Grillen einfach dazu – sagen zumindest die meisten Grillfans. Natürlich kann man auch eine ganze Reihe wunderbarer vegetarischer Variationen auf den Grill bringen. Aber das klassische Grillerlebnis ist für die meisten Grillfreunde auch heute noch mit Fleisch verbunden.
Stellt sich die Frage, welches Fleisch fürs Grillen wirklich am besten geeignet ist und wo genau die Unterschiede liegen. Manches ist tatsächlich eher eine Frage des Geschmacks. Auch zu Vor- und Zubereitung spielt eine wichtige Rolle. Im folgenden Artikel möchten wir euch ein paar grundlegende Tipps geben, worauf ihr bei der Fleischauswahl für den nächsten großen Grillabend achten solltet.
Woran genau erkenne ich eigentlich ein gutes Stück Fleisch?
Wenn es um die verschiedenen Fleischsorten geht, die Ihr auf einen Grill legen könnt, ist es oftmals in erster Linie eine Frage des Geschmacks, für welches Fleisch ihr euch entscheidet. Wichtig ist allerdings grundsätzlich die Frage nach der Qualität des Fleisches. Woran also erkennt ihr, ob ein Stück Fleisch wirklich gut und frisch ist oder ob ihr es mit einem Produkt von sehr niedriger Qualität zu tun habt?
Der Preis
Er ist natürlich nur ein Indiz – aber jedem sollte klar sein, dass ein Kilo Fleisch das günstiger ist als ein Kilo Paprika oder ein Kilo Tomaten nicht grade von glücklichen Tieren stammt. Grundsätzlich stehen wir hinter dem Gedanken, dass man Tiere möglichst traditionell und gesund aufziehen sollte. Das bedeutet zum einen natürlich einen höheren Preis für den Verbraucher. Aber grundsätzlich auch eine höhere Qualität des Endproduktes. Fleisch aus hochwertiger Aufzucht und Tierhaltung ist dabei in der Regel nicht nur bekömmlicher. Es liefert auch mehr Nährstoffe und ist mit weniger Medikamenten, Antibiotikaresten und anderen Dingen „verunreinigt“.
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Dass die Entwicklung hier in eine gute Richtung geht, zeigt der Umstand, dass die Fleischproduktion in den Massenschlachtungsbetrieben langsam zurückgeht und im Gegenzug immer mehr kleinere Betriebe wieder auf eine gesündere Tierhaltung achten. Außerdem gibt es oftmals schon einen deutlichen Unterschied, ob ihr euer Fleisch direkt von einem Metzger oder zumindest einer Frischetheke oder abgepackt aus der Selbstbedienungstheke holt. Gerade beim Metzger an der Ecke habt ihr oft mehr Möglichkeiten, euch die Qualität des Fleisches einmal genauer anzusehen. Wir zeigen euch, worauf ihr dabei unbedingt achten solltet.
Die Farbe des Fleisches
Hier kommt es darauf an, für welches Fleisch ihr euch für euren Grillabend entschieden habt. Frisches Rindfleisch beispielsweise ist dunkelrot. Trotz der Vielzahl an Variationen ist das stets die Grundlage. Es sollte keinesfalls blassrosa oder schon bräunlich angelaufen sein. Dann ist es nicht mehr frisch. Lammfleisch muss ein sanftes hellrot aufweisen.
Schweinefleisch ist rosa. Dabei allerdings etwas kräftiger in der Farbe als das sanft hellrosafarbene Geflügelfleisch. Wild ist dunkelrot bis bräunlich – je nachdem welche Art von Wild ihr in der Auswahl habt.
Tipp
Viele sagen, dass eine leichte Graufärbung von Rindfleisch an einigen Stellen nicht bedenklich ist. Tatsächlich stimmt das auch – allerdings nur, wenn das Rindfleisch vergleichsweise zeitnah verarbeitet wird. Wenn ihr an dem Tag frisch für den Grillabend einkauft, ist das kein Problem. Soll das Fleisch noch ein oder sogar zwei Tage liegen, solltet ihr lieber zu einem wirklich roten Stück greifen.
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Der Geruch
Den Geruchstest kann der Verbraucher in aller Regel erst machen, wenn er das Fleisch bereits gekauft hat. Dennoch sollte man wissen, dass frisches Fleisch entweder gar nicht oder nur sehr sanft nach Fleisch reicht.
Was ist mit mariniertem Fleisch?
Bei bereits fertig mariniertem Fleisch ist es natürlich schwierig, die Farbe zu erkennen oder von dem Eigengeruch des Fleisches etwas wahrzunehmen. Hier könnt ihr euch nur auf das verlassen, was euch angeboten wird. Wenn ihr zu abgepacktem Fleisch greift, sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum noch möglichst weit in der Zukunft liegen. Bei einem Einkauf beim Metzger oder Fleischer müsst ihr euch bei mariniertem Fleisch einfach darauf verlassen, dass ihr gute Qualität für euer Geld bekommt.
Andererseits muss man aber auch zugeben, dass selbst marinieren viel mehr Spaß macht, als stets nur das fertige Fleisch zu kaufen. Außerdem bietet euch die Herstellung eigener Marinaden die Möglichkeit, immer mal wieder neu zu experimentieren und neue Geschmacksrichtungen zu probieren. Vor allem wer zu echten Grillklassikern wie Spare-Ribs greift, sollte sich überlegen, ob er diese nicht lieber selbst nach eigenem Geschmack würzen und auf das Grillen vorbereiten möchte.
Oberflächenbeschaffenheit und Struktur des Fleisches
Die Oberfläche von frischem Fleisch ist immer trocken. Darüber hinaus sollte das Fleisch keine Druckstellen haben. Wenn Fleisch sich schmierig anfühlt, ist das ein Zeichen dafür, dass es um die Frische des Produktes nicht allzu gut bestellt ist. Bei Druck mit einem Finger darf frisches Fleisch nur sehr leicht nachgeben.
Die Struktur muss entsprechend fest sein. Fasern im Fleisch sind dabei kein Problem. Sie verleihen dem Fleisch unter anderem seine Festigkeit.
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Marmorierung
Manche mögen ihr Fleisch so mager wie möglich. Das Problem dabei: Sehr mageres Fleisch wird schnell trocken auf dem Grill. Außerdem schmeckt es nicht so zart und saftig wie Fleisch, das mit etwas Fett durchzogen ist. Das liegt vor allem daran, das Fett ein Geschmacksträger ist. Die Aromen des Fleisches und der Gewürze kommen bei einem gut durchzogenen Stück Fleisch deutlich mehr zur Geltung.
Schon gewusst?
Wenn ihr ein Stück Fleisch mit Fettrand – wie zum Beispiel ein Stück Bauchfleisch – auf den Grill legt, sollte die Hitze nicht zu hoch sein. Eine gute Schreibe Bauchfleisch grillt ihr am besten indirekt bei einer Temperatur von 180 Grad. Nur am Schluss kann die Temperatur noch einmal etwas erhöht werden, damit die Schwarte dann richtig knusprig wird. Ist der Grill von Anfang an zu heiß, wird die Schwarte weich und labbrig. Im Vergleich dazu grillt man beispielsweise Steaks bei 230 – 280 Grad Celsius.
Verpackung
Wenn ihr zu abgepacktem Fleisch greift, solltet ihr auf zwei Dinge achten. Zum einen ist es wichtig, dass das Fleisch nicht im eigenen Saft liegt. Je frischer ein Stück Fleisch ist, desto besser kann es den Fleischsaft halten. Fleisch im eigenen Saft ist ein Zeichen dafür, dass es schon eine Weile so in der Auslage liegt.
Darüber hinaus solltet ihr unbedingt darauf achten, dass die Verpackung unbeschädigt ist und keine Spuren einer Unterbrechung der Kühlkette aufweist. Eine solche Spur wäre beispielsweise Kondenswasser an oder in der Verpackung.
Übrigens
Die Kühlung des Fleisches ist auch nach dem Einkauf wichtig. Am besten legt ihr das Fleisch schon im Laden in eine gut gekühlte Kühltasche. Auch wenn es zum Grillplatz geht, sollte die Kühlung des Fleisches gesichert sein. Ansonsten können sich schnell Keime breitmachen.
Das beste Fleisch ist immer das Fleisch, das euch schmeckt
Jede Art von Fleisch hat seinen ganz eigenen Geschmack. Ein gutes Steak vom Rind schmeckt vollkommen anders als ein Stück aus einer Lammkeule. Fleischsorten wie Rind, Lamm oder gar Wild haben einen herberen Geschmack, während Geflügel- und Schweinefleisch vom Geschmackserlebnis her eher milder ist. Für das perfekte Grillerlebnis ist es daher wichtig, das Fleisch zu finden, das am besten zum eigenen Geschmack passt. Darüber hinaus solltet ihr die Gewürze oder Marinade finden, die den Geschmack des jeweiligen Fleisches für euch am besten unterstreicht.
Fazit: Es braucht nicht viel für einen perfekten Grillabend
97 Prozent der Deutschen sagen, dass das Grillen für sie ein wichtiger Bestandteil des Sommers ist und sie gern grillen. Selbst das Wintergrillen nimmt stetig zu. Die Qualität des Fleischs macht dabei einen großen Teil des tatsächlichen Genusserlebnisses aus. Aus diesem Grund solltet ihr unbedingt beim Einkauf eures Grillfleisches auf eben diese Qualität achten. Darüber hinaus braucht es tatsächlich nicht viel für einen gelungenen Grillabend. Neben
- einem guten Grill
- qualitativ hochwertigem Fleisch
- vielleicht etwas Fisch
- ein paar guten Beilagen wie Salat, Brot oder eingelegtem Schafskäse
- einer Handvoll Freund
braucht ihr für einen gelungenen Grillabend dann nur noch eine gehörige Portion Appetit und natürlich einfach Spaß und Freude am Grillen.
Marius Derres
Marius Derres hat sein Studium im Bereich Germanistik und Journalismus im Jahr 2015 erfolgreich an der Universität Aachen absolviert. Mittlerweile ist er Teil der Online-Marketing Welt und arbeitet unter anderem als freier Journalist. Neben dem Schwerpunkt Politik schreibt Marius bevorzugt zu Themen aus dem Bereich nachhaltige Ernährung und Sport. Beides zählt zu seinen privaten Hobbys.